Welcome to the Middle East – Hello Tel Aviv

Dienstagnacht sind wir kurz vor Mitternacht mit Cyprus Air nach nur ca. 50 Minuten Flugzeit in Tel Aviv gelandet. Der Flughafen Ben Gurion scheint riesig und sehr modern. Um der Schwierigkeit aus dem Weg zu gehen, um diese Uhrzeit noch öffentliche Verkehrsmittel in die Nähe unseres Apartments zu bekommen und um besser von A nach B zu bekommen, haben wir uns einen Mietwagen genommen. Günstig war er ja auch noch. Trotzdem war das im Nachhinein vielleicht nicht die beste Entscheidung. Zum einen ist Tel Aviv nicht soo groß. Vieles kann man per Pedes erreichen. Zum anderen ist die Parksituation in der Stadt einfach der blanke Wahnsinn.
Auf einer Website habe ich gelesen:

35,000 legale Parkplätze gibt es in der Innenstadt und 500,000 Autos pendeln täglich nach Tel Aviv. Im letzten Jahr wurden 840,000 Strafzettel ausgestellt (zum Vergleich: in Zürich waren es rund 400’000)

Dementsprechend schwierig war es selbst nachts um 2 Uhr einen Parkplatz zu finden. Nach rund 40-minütiger Suche habe ich dann ein nicht-illegal-aussehendes Plätzchen gefunden, um dann am nächsten Morgen feststellen zu müssen ein 250 NIS / 50 EUR Ticket an der Scheibe zu haben. Wer sich informiert, weiß, dass rot-weiß gestrichene Randsteine nicht zum parken geeignet sind. Bei blau-weiß gestrichenen geht das, man muss aber als non-Resident Tickets kaufen. Letzten Endes sind wir dann immer in eine Parkgarage gefahren (die dann die letzten Tage auch noch überfüllt war und viele Autos schon immer davor warteten bis der Nächste rausfuhr) und haben vermutlich den Mietpreis des Wagens nochmal für Parkgebühren bezahlt + den Strafzettel.

Davon abgesehen ist die Mischung in Tel Aviv wirklich faszinierend. Hier leben viele Russen, Araber, Westeuropäer, Israelis auf einem Haufen, die Straßenschilder sind in hebräisch, arabisch und englisch angeschrieben, bezahlt wird in Schekel, wobei USD aber auch gerne gesehen sind und trotzdem funktioniert alles. Viele junge Leute sind in der Stadt unterwegs, auch Frauen alleine, mitten in der Nacht in entlegenen Gassen und ich hatte nie auch nur im Entferntesten den Eindruck mir irgendwie Sorgen machen zu müssen.

Vom Azrieli Shopping Center kann man in einem der drei Hochhäuser auf eine Aussichtsplattform in den 49. Stock hoch fahren und hat von dort einen tollen Ausblick über Tel Aviv und auf das Mittelmeer.

Die Strandpromenade ist ebenfalls sehr schön und der Sand wirklich traumhaft fein und weich. Das erklärt, warum es hier hin und wieder zu Sandstürmen kommt, wo man laut Aussage meines Bekannten hier besser alle Fenster geschlossen hat, da sich sonst eine dicke Sandschicht alles in der Wohnung bedeckt.

Er wohnt im nur 20 km entfernten Stadtteil Lod und dort sieht es dann dann schon nicht mehr so schön aus. Aber auch hier habe ich mir bezüglich Sicherheit keine Sorgen gemacht.

Old Jaffa, der älteste Stadtteil, der nach Ausgrabungen bereits 3500 vor Christus besiedelt war, ist mit seinen engen Gassen sowohl tagsüber als auch nachts sehenswert. Dort gibt es meistens einen flohmarktähnlichen Markt, wo allermöglicher Krimskrams verkauft wird. Dazu gesellen sich unglaublich viele Leute. Am Hafen von Jaffa gibt es einen „Schlemmermarkt“, den man nicht auslassen sollte. Leider hatten wir uns zuvor schon mit einem Sandwich gestärkt. Aber auch der frisch gepresste Orangensaft für 10 NIS (~ 2 EUR) war noch sehr lecker.

Heute am Sabbat sind alle Geschäfte geschlossen und das Leben verlagert sich eher an den Strand wurde uns gesagt. Mal sehen wie wir uns den Tag heute noch vertreiben. Abends gegen 21 Uhr geht der Flug von Tel Aviv nach Eilat ans rote Meer für grandiose 16 EUR mit der israelischen Airline El Al.

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