Sapa Center

Sapa – Keine gute Idee im Winter!

Am Montag fuhren wir mit dem Nachtzug von Hanoi nach Sapa, dabei gab es verschiedene Zugoptionen zu buchen. Tulico, Sapaly, Fanxipan Express, Livitrans, Victoria und noch viele mehr. Nach langer Internetrecherche kamen wir zu dem Schluss, dass der Victoria wohl der komfortabelste ist, allerdings nur in Kombination mit einer Hotelbuchung im Victoria Hotel & Resort in Sapa buchbar ist. Der Preis hierfür wäre allerdings so hoch gewesen, dass ich lieber auf Sapa verzichtet hätte.
Alternative war dann Fanxipan und Sapaly, welche sich laut Internetberichten nicht viel nehmen. Gebucht haben wir also
auf dem Hinweg den Fanxipan Express in einer VIP Kabine für zwei Personen und den Sapaly Train auf dem Rückweg, allerdings alle 4 Betten einer Kabine für uns. Im Nachhinein waren wir darüber echt froh, denn viel Platz hat man in so einer Kabine wirklich nicht und da man sich seine Mitreisenden nicht aussuchen kann, wollten wir hier einem schlechten Erlebnis aus dem Weg gehen.

Gegen 19:50 Uhr fanden wir uns am Bahnhof Hanoi ein, wo die nette Mitarbeiterin von Buffalo Tours bereits mit den Tickets auf uns wartete (selber Tickets zu buchen ist irgendwie schwierig und anscheinend auch nicht günstiger als über Agents).
Im Fanxipan Express Warteraum verbrachten wir dann eine gute halbe Stunde bevor eine Mitarbeiterin uns und die restlichen Passagiere zum Zug brachte. Zu erwähnen ist übrigens, dass der Zug aus vielen verschiedenen Waggons besteht und lediglich ein oder zwei Waggons zum Fanxipan Express gehörten. Im Zug fanden wir unsere Kabine mit Bananen, Erdnüssen und Wasser vor.

Mit „Fack ju Göhte“ verbrachten wir die nächsten 2 Stunden, während der Zug bereits auf dem Weg in Richtung Sapa war, bevor wir versuchten zu schlafen.

Am nächsten Morgen sollten wir gegen 5:30 uhr ankommen, allerdings wurde es fast 3 Stunden später bis wir den Bahnhof in Lao Cai erreichten, von wo unser Hoteltransfer nochmals 1 Stunde nach Sapa brauchte.
Da wir in Sapa keine großen Pläne hatten, war das nicht so schlimm, wir hofften nur, dass die Rückfahrt pünktlich verläuft, da wir unseren Flug nach Ho-Chi-Minh-City schon gebucht hatten. Laut Internetberichten seien die Züge aber generell sehr pünktlich. Nach einer abenteuerlichen Fahrt im überfüllten Minibus über passähnliche Straßen erreichten wir dann endlich unser Hotel in Sapa, gaben erstmal 8 kg Wäsche zum Laundry Service und mieteten uns dann einen Roller um Sapa zu erkunden.
Leider haben wir uns für dieses Ziel eindeutig die falsche Jahreszeit ausgesucht. Denn während man im Sommer die schöne Landschaft mit Bergen und Reisterrassen bestaunen kann, so sahen wir… Nichts. Keine 20 Meter Sichtweite bei heftigstem Nebel.

Wirklich schade, denn ich kann mir gut vorstellen, dass Sapa im Sommer ein wirklich wunderschönes Ziel ist.
Wir machten uns mit dem Roller dennoch auf den Weg zum „Silver Waterfall“ aber waren eher wenig beeindruckt, sodass
wir danach wieder die Heimreise antraten und es uns auf dem Hotelzimmer bequem machen wollten.
Der kleine Haken an dem eigentlich guten Zimmer war, dass es keine Heizung hatte. Bei 8 Grad und Nebel war das eher nicht so kuschlig. Auf Anfrage bekamen wir dann jedoch einen elektrischen Heizstrahler und damit wars dann schon auszuhalten 😀

Am nächsten Tag kam zum kalten Nebelwetter auch noch Regen hinzu und so nutzten wir die Zeit um Flüge und Hotels
(und Massagen :-)) für die nächsten Ziele zu recherchieren. Nur gegen Abend wagten wir uns nochmal zu Fuß aus dem Haus
und gingen bei „Romano’s Pizza“ endlich mal wieder italienisch Essen und danach noch auf einen Plum Wine in das Mountain Bar & Pub.

Dank Late-Check-Out konnten wir am letzten Tag noch bis zur Abholung vom Shuttle auf dem Zimmer bleiben und kamen dann
nach einer ebenso abenteuerlichen Rückfahrt über die Passstraße wieder am Bahnhof von Lao Cai an, wo wir den Sapaly Train bestiegen und es uns in der 4er Kabine gemütlich machten. Gegen 6:10 Uhr morgens wachte ich auf und bemerkte, dass wir uns immer noch bewegten, obwohl wir eigentlich schon um 5:10 Uhr hätten ankommen sollen.
Na geil, das wird dann wohl nichts mehr mit dem Flug, der um 8:35 Uhr startet. In letzter Sekunde hab ich den Flug dann noch auf 12:20 umgebucht (für 50€) und so verfiel er zumindest nicht komplett. Trotzdem ärgerlich, dass wir bei beiden Zugfahrten massive Verspätung hatten, obwohl die Züge doch sonst als so zuverlässig gelten.

Schreibe einen Kommentar