Miami

Roadtrip USA – Teil 3: Mike the Tiger, Mardi Gras und Miami

Nachdem wir ein letztes Mal im Texas Roadhouse zu Abend gegessen hatten, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg Texas zu verlassen in Richtung Louisiana. Da wir wieder einmal die lokalen Feiertage nicht genug recherchiert hatten, wurde uns erst bei der Hotelbuchung klar, dass es irgendeinen Grund dafür geben musste, warum über 90% aller Hotels in und um New Orleans bereits ausgebucht waren.
Es war nämlich Mardi Gras, französisch für fetter Dienstag und die amerikanische Version des Faschings, der besonders ausgiebig in Louisiana und New Orleans gefeiert wird.
Für den ersten Zwischenstop suchten wir uns daher eine Unterkunft, die etwas außerhalb von New Orleans lag und wurden in Baton Rouge fündig.

Die Stadt ist Sitz der Louisiana State University und hat ein recht bekanntes Maskottchen, nach dem auch das lokale Stadion benannt ist.
Mike, der Tiger, hat dort ein großes Gehege, wo er während unseres Besuches stolz auf und ab marschierte, ganz so als ob er vor den Besuchern schaulaufen möchte 😀
Hin und wieder genehmigte er sich, völlig untypisch für eine Katze, ein kurzes Bad in dem Teich im Gehege und spazierte dann weiter den „Tiger Walk“ auf und ab. 😀

Tags darauf kamen wir gegen Mittag im French Quarter von New Orleans an. Das eigentlich schöne Zentrum der Stadt litt ganz offensichtlich schwer
unter dem gerade stattfindendem Faschingsspektakel. Nach kurzer Zeit in dem Chaos beschlossen wir es gut sein zu lassen und uns ins Hotel zu verkriechen, denn wenn man nicht selbst besoffen, bekifft oder anderweitig berauscht ist, findet man wohl schwer Gefallen an dieser Veranstaltung.

Und Fasching ist ohnehin nichts für uns. Allerdings war das alles nicht so einfach, denn als wir das French Quarter wieder verlassen wollten, war wohl gerade eine Prozession mit solchen Gefährten im Gange, wie man sie von anderen Faschingsumzügen oder der Loveparade kennt und der normale Verkehr musste natürlich warten. Gefolgt von dem Verkehrschaos, kamen dann erst noch zahlreiche Reinigungsmaschinen und -personal, die die Schweinerei zum größten Teil wieder aufzuräumen versuchten, bevor der Verkehr wieder einigermaßen fließen konnte.

Nach sage und schreibe drei Stunden (für etwas weniger als 10 Kilometer) erreichten wir dann doch noch das Hotel, für das wir ebenfalls einen saftigen 300% Aufschlag zahlen musste, da die Nachfrage natürlich gerade zu diesem Wochenende besonders hoch war.
Lektion gelernt, nächstes Mal besser informieren 😀
Dafür waren wir früh im Bett und konnten am nächsten Morgen früh starten, was auch notwendig war, denn es stand uns eine lange Etappe durch 4 Bundesstaaten bevor (Louisiana, Mississippi, Alabama, Florida).

In Florida empfing uns dem „Sunshine State“ entsprechend sehr gutes Wetter und wir besuchten die schönen Strände auf Pine Island und Anna Maria Island bevor wir uns an die letzte Etappe nach Miami machten.
Zum ersten Mal habe ich hier Alligator gegessen. In einer Teigtasche mit einem leckeren Dip war das schon lecker, etwas fischig, aber unbedingt nochmal müsste ich es nicht haben. Florida und Miami war wieder toll, obwohl wir erst vor einem Jahr hier waren, gefiel uns die kurze Zeit hier mit am besten von unserem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.
Heute morgen gaben wir den Mietwagen nach ca. 5900 km ab und inklusive den 1000 km vom ersten Mietwagen, den wir von San Jose bis Los Angeles hatten, haben von der West- zur Ostküste damit in knapp drei Wochen fast 7000 km zurückgelegt. Stolze Leistung würd ich sagen 😀
Damit haben wir aber nun aber fürs Erste auch genug vom Autofahren. Geflogen sind wir vor den USA auch genug, was bleibt also übrig?
Richtig, ein Schiff :-)
Mehr dazu im nächsten Update!

Und sorry, Fotos werden nachgereicht! Dieser Blogeintrag wurde nämlich auf dem Schiff hochgeladen und hier ist’s etwas schwierig (und teuer) mit
schnellem Internet 😉

Edit: Fotos sind jetzt da :-)

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