San Francisco

Roadtrip USA Teil 1: San Francisco, Los Angeles, Phoenix

Drei Wochen kein Flugzeug von innen sehen, wie toll 😀
Obwohl der First Class Flug mit Alaska Airlines von Hawaii nach San Jose durchaus angenehm war, waren wir froh nun für eine Weile mal nicht mehr fliegen zu müssen. So entwickelte sich auch die Idee eines Roadtrips von der West- zur Ostküste der USA.
Vorab noch, First Class mit Alaska ginge wohl bei anderen Airlines maximal als „Premium Economy“ durch, aber da der Preisunterschied nicht gravierend war, sind wir zum ersten Mal in unserem Leben First Class geflogen 😀
Wie der Flug im Detail abläuft, kann man sich auf diesem Youtube Video anschauen.

In San Jose angekommen nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang und fielen daraufhin bald ins Bett. Am nächsten Morgen fuhren wir nach San Francisco und machten einen Abstecher bei der Facebook Firmenzentrale :)

San Francisco gefiel uns besonders gut. Die Straßen sind eine absolute Besonderheit. Genau wie man sie aus Filmen kennt, steigen sie treppenartig an und die Lombard Street ist an Ihrem Ende sogar so steil, dass man sie nur im Zickzackkurs und einspurig befahren kann. Gute (Hand-)Bremsen sind hier ein Muss 😀

Abends sahen wir uns das Lichtermeer von San Francisco von den Twin Peaks an, die eine tolle Aussicht auf die Stadt boten.
Natürlich ließen wir uns auch das Wahrzeichen und die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt – die Golden Gate Bridge – nicht entgehen.

Um das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz zu besichtigen, buchten wir für den nächsten Tag die Early Bird Tour um 8:45 Uhr. Wie erwartet hielt sich der Besucherandrang hier noch in Grenzen und dies ist definitiv die beste Zeit für die wirklich interessante Besichtigung der Insel, die inzwischen als Nationalpark der USA deklariert ist.
Es gibt übrigens nur eine Firma, Alcatraz Cruises, die für den Fährverkehr zwischen Pier 33 und der Insel zuständig ist. Keine anderen Schiffe verkehren dorthin.
Der Preis war für die Hin- und Rückfahrt und gratis Kopfhörern mit interessanten Informationen auf der Insel mit $30 USD angemessen und die Tour können wir weiterempfehlen.

Im Anschluss an die Tour setzten wir unseren Weg in Richtung Süden auf der malerischen California State Route 1 fort.

Nach ca. 350 Kilometern und etwas über 8 Stunden Fahrzeit kamen wir relativ erschöpft kurz nach Sonnenuntergang in Santa Barbara an.

Die Kleinstadt Camarillo ist neben Golfplätzen und teuren Immobilien vor allem wegen einer Sache bekannt: Einer riesigen Outlet City mit Shops aller möglichen Marken. Und da Camarillo „zufällig“ auf unserer Route lag, mussten wir die Gelegenheit natürlich nutzen, um unsere ohnehin schon gut gefüllten Koffer in den Camarillo Premium Outlets noch ein bisschen mehr vollzustopfen 😛 😀

In Los Angeles verbrachten wir nicht zu viel Zeit, da wir vor noch nicht all zu langer Zeit schon mal hier waren. Die obligatorischen Besuche des Walk of Fame, Rodeo Drive und Beverly Hills mussten natürlich trotzdem drin sein 😉

In Los Angeles mussten wir zudem unseren Mietwagen wechseln, da es nur einen Vermieter (National) gab, der eine einigermaßen erträgliche Einweggebühr (250 USD statt 500 USD bei Alamo oder 750 USD bei allen anderen) verlangt, wenn wir den Wagen nicht in Kalifornien zurückgeben. Für die restlichen 5000 km bekamen wir also einen neuen Wagen der Klasse Economy. Wir befürchteten schon, dass wir die Strecke vielleicht in einem Yaris oder Smart bewerkstelligen müssten, wenngleich diese Angst ohnehin relativ unbegründet war, da wir in den USA selbst bei Buchung eines Economy Wagens noch nie etwas bekommen haben, was in Europa einem Kleinwagen entspräche.
Es kam aber noch besser, da keine Economy Fahrzeuge mehr vorrätig waren, bekamen wir ein Upgrade auf die Comfort Klasse:

Nicht so schlecht für 30 Euro pro Tag inklusive aller Kilometer :-)
Mit dem neuen Mietwagen, der überraschenderweise noch dazu nur etwa 6l/100 km Benzin verbraucht machten wir uns auf Richtung Osten und erreichten bald den nächsten Bundesstaat Arizona, wo 75 statt 70 Meilen pro Stunde erlaubt waren.

Außer Wüste und dennoch stark befahrener Autobahn gab es hier auch nicht wirklich viel, was ein niedrigeres Speedlimit begründet hätten.
Effektiv schneller unterwegs waren wir hier allerdings nicht wirklich, denn auch in Kalifornien sind die meisten Leute schon etwa 80 mph gefahren. In Arizona dagegen hielten sich die Leute penibel an das Speedlimit. Aus gutem Grund, wie wir später feststellten.
Schlauerweise warteten wir bis uns ein Auto mit etwa 80-85 mph überholte und hängten uns dann in einem gewissen Abstand dahinter, damit dieser Fahrer für uns gewissermaßen „Radarwarner“ spielte :-)
Einige Meilen später tauchte auch schon ein Sheriff der Highway Patrol auf und hielt den „Raser“ mit Blaulicht an, während wir unsere Fahrt fortsetzen durften. Diesmal allerdings innerhalb der Geschwindigkeitsbeschränkung 😉

Phoenix begeisterte uns im Gegensatz zu den vorherigen Städten eher wenig. Es scheint kein typisches Stadtzentrum zu geben und allgemein ist wenig geboten, außer ein paar Hochhäusern, die Banken als Bürogebäude dienen. Die obskuren Personen, die herumschwirren fallen dadurch noch mehr auf. Auch hatten wir das Gefühl uns mehr in Mexiko als in den USA zu befinden. Im Hotel, im Supermarkt, an der Tankstelle, überall hörte man fast ausschließlich spanisch. Dies ist uns zwar in den anderen Städten auch schon aufgefallen, allerdings nicht so ausgeprägt.

Schreibe einen Kommentar