Oman Tag 1: Wadi Shab

Obwohl wir bereits um 4:00 Uhr aufstanden sind, hatten wir es nur relativ knapp geschafft an Bord unseres Fluges mit Flydubai von Dubai nach Maskat zu kommen. Erst gestaltete sich die Rückgabe des Payless Mietwagens schon als relativ schwierig, da auf den Unterlagen stand man solle den Wagen an Terminal 1 zurückgeben. Dort gab es aber keinen Payless Mitarbeiter. Als dieser nach einer halben Stunde ankam meinte er, wenn wir eh von Terminal 2 (Flydubai) fliegen, sollen wir den Mietwagen dort zurückgeben.
Einmal um den kompletten Flughafen herum inklusive zwei mal falsch fahren wegen den dämlichen Mittelstreifen und U-Turns in Dubai kostete dann so viel Zeit, dass wir nur noch 15 Minuten Zeit hatten, um den Mietwagen ab- und das Gepäck aufzugeben. An Terminal 2 angekommen gab es weder Rental Car Return Parkplätze noch irgendetwas was auf Payless hinwies. Nach mehrmaliger Nachfrage fanden wir heraus, dass wir den Wagen bei Arrivals abzugeben hätten. Dafür blieb nun wirklich keine Zeit mehr. Wir parkten illegal vor dem Eingang und gaben erst mal unsere Koffer auf. Danach wurden wir auf dem Weg zu den Arrivals auch noch geblitzt und konnten das blöde Ding letztendlich doch noch abgeben. So ein Stress mitten in der Nacht!

Irgendwann saßen wir dann doch im Flugzeug und landeten nur 45 Minuten später im 27 Grad warmen (um 8:15 Uhr morgens) Maskat, Oman. Nach einer kurzen Stärkung bei Costa Coffee holten wir unseren Europcar Mietwagen ab. Wie immer haben wir die günstigste Kategorie gebucht. Im Oman mit rund 30 EUR am Tag nicht ganz so günstig wie in Dubai aber noch ok. Die positive Überraschung war aber dann, dass kein Economy-Fahrzeug mehr vorhanden war und so bekamen wir einen Nissan Pathfinder zum gleichen Preis – guter Deal 😀

Lustigerweise trafen wir am Europcar-Schalter einen Bekannten von uns wieder, den wir in Tel Aviv und Dubai schon getroffen hatten. Wir nahmen ihn dann ein paar Meter Richtung Maskat mit, von wo aus er wieder mit dem Bus Richtung Dubai starten wollte. Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernten, desto besser wurde es mit dem Verkehr. Die letzten 150 Kilometer waren wir fast allein auf der Autobahn unterwegs. Rasen war aber dennoch nicht möglich, da maximal alle 5 Kilometer ein fester Blitzkasten stand. 😀

Am Wadi Shab angekommen, parkten wir das Auto auf dem Parkplatz unter der Autobahnbrücke und setzten dann erst einmal mit dem Boot auf die andere Uferseite über. Von dort wanderten wir flussaufwärts in zunächst einfachem Terrain bis wir später dann fast schon Bergsteigen mussten. Der Tipp mit dem festen Schuhwerk war wirklich gold wert. An steilen Felsvorsprüngen vorbei kamen wir bald am ersten Pool an, wo auch schon Leute in dem glasklaren Wasser am Schwimmen waren. Wir gingen aber zunächst noch weiter bis zum zweiten Pool, bevor wir uns unsere wohl verdiente Abkühlung gönnten.

Während wir also im Wasser standen bemerkte ich plötzlich ein komisches Zwicken an meinen Füßen. In den Pools waren Fische, wie man sie sonst aus den bekannten „Fish-Spas“ kennt, wo einem eine bestimmte Art von Fisch die Hornhaut von den Füßen frisst. Wir bekamen diese Behandlung also völlig gratis 😀

Etwas später, nach dem Ende der Behandlung :D, gingen wir zum letzten Pool, der durch eine enge Felsspalte in eine Höhle mit Wasserfall mündet. Dort trafen wir noch zwei Franzosen, die in Mumbai, Indien leben (seit 6 Monate und 8 Jahren!), schossen einige Fotos mit der Kamera und traten dann wieder den Rückweg an.

Nach etwas über 2 Stunden kamen wir dann wieder in Maskat im Hotel an und müssen jetzt erst einmal Schlaf nachholen. Morgen geht es dann in Maskat weiter mit Sightseeing :-)

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