Mit dem Porsche GT3 über vier Alpenpässe an den Lago Maggiore

Um dem miserablen Sommer wenigstens noch ein paar Sonnenstrahlen abzuluchsen beschlossen wir (6 Freunde, 3 Autos) letztes Wochenende einen Trip zu starten mit dem Ziel irgendwo südlich der Alpen.
Die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattfindende Ausfahrt stand erneut unter dem Namen „Dolce Vita Drive“.
Wir wählten als Destination das kleine Städtchen Verbania auf der italienischen Seite des traumhaften Lago Maggiore.
Damit auch die Anreise Spaß macht und weil wir alle Petrolheads sind, fiel die Wahl des Fahrzeuges bei mir auf einen Porsche GT3 (997).
Unser Weg führte uns über Sustenpass, Grimselpass, Furkapass und den Simplonpass und schließlich über die Grenze nach Italien. Leider hatten wir mit dem Wetter weniger Glück, sodass sich der Fahrspaß am ersten Tag noch in Grenzen hielt.
Kurz vor der Passhöhe am Sustenpass konnten wir sogar noch Schneehaufen des letzten Winters sehen und auch am berühmten Murmeltierpark am Grimselpass zogen es die flauschigen Nagetiere wegen des nasskalten Wetters vor, in ihrer Behausung zu bleiben.
Kurz vor halb 8 abends erreichten wir schließlich unser Hotel Ancora am Ufer des Lago Maggiore mit traumhaftem Blick auf eben diesen.
Die problemlos mit dem GT3 befahrbare Tiefgarage des Hotels lag etwa 150 Meter entfernt unter einem „Billa“ Supermarkt und hatte einen abgesperrten Bereich für die Hotelparkplätze und in diesem sogar noch separat absperrbare Einzelboxen.
Obwohl wir uns bereits in der Nebensaison befanden, war das Hotel bis auf das letzte Zimmer ausgebucht und verlangte einen dementsprechend stolzen Preis für die Zimmer. Immerhin waren diese sehr sauber und die Lage muss natürlich mitbezahlt werden. Von der Straße, die direkt am Hotel vorbei führte, hat man dank sehr guter Fenster kaum etwas wahrgenommen, dafür war die Lärmisolation zwischen den Zimmer nicht ganz so erstklassig.
Zum Abendessen waren wir in der Trattoria Concordia, die uns vom Hotel empfohlen wurde und weswegen wir dann auch 10% Rabatt bekommen haben.
Beim Frühstück am nächsten Tag gab es frisch gepressten Orangensaft und eine für italienische Verhältnisse großzügige Auswahl an Wurst und Käse, sowie verschiedene Brotsorten. Anschließend schlenderten wir über den immer samstags stattfindenden Markt mit allerlei Wurst- und Käsespezialitäten sowie Antipasti und zudem einer schier endlosen Menge an Klamottenständen. Ob hier alles original war, darf aber bezweifelt werden 😀
Für den Nachmittag besorgten wir uns Tickets für eine Schifffahrt zu den Borromäischen Inseln inmitten des Lago Maggiore. Der Trip zu den drei Inseln Madre, Superiore und Bella kostet 20,70 Euro was wir als angemessen empfanden. Mangels Zeit konnten wir aber nicht alle drei Inseln besteigen.
Strategisch geschickt zwischen der Tiefgarage und dem Hotel lag auch die Gelateria Tamboloni, der wir nahezu jedes Mal einen Besuch abstatteten, da das Eis wirklich sehr lecker war. Zum Abendessen verschlug es uns dann in die Pizzeria Il Regno di Napoli, wo wir eine traditionelle napoletanische Pizza genießen durften (Am 9. Februar 2005 wurde die Pizza Napoletana als Warenzeichen innerhalb der Europäischen Union eingetragen und die zugelassenen Zutaten festgelegt!).

Am Sonntag traten wir dann bald nach dem Frühstück die Heimreise an und über den San Bernardinopass lachte uns deutlich besseres Wetter entgegen als noch auf der Hinfahrt. :-)

Schreibe einen Kommentar