Halong Bay

Halong Bay Cruise mit Galaxy Premium

Über unser Hotel in Hanoi haben wir eine 2-tägige Halong Bay Schifffahrt gebucht, sprich mit einer Übernachtung.
Für $120 USD pro Person war der ca. 4-stündige Transfer von Hanoi und drei Mahlzeiten auf der „Galaxy Premium“ inklusive. Gegen 8:15 Uhr wurden wir von dem Kleinbus mit 20 Sitzen abgeholt und nachdem noch 3 weitere Passagiere aufgesammelt wurden, war der Bus auch bis auf den letzten Platz belegt.

Unser Tourguide Tan war ein junger, witziger Vietnamese, der uns auf der langen Fahrt mit Infos versorgte und auch auf dem Schiff einen guten Job machte und dabei relativ gutes Englisch sprach (im Gegensatz zum Captain des Bootes, der gar kein Englisch konnte :-)).

Nach der Ankunft wurden wir per Tenderboot zum Schiff gebracht und konnten nach einem Willkommensdrink erst mal in unsere Kabine einchecken, bevor wir dann Mittagessen serviert bekamen.
Hierbei ist zu erwähnen, dass das Essen zwar sehr lecker aber stark Seafood-lastig ist. Ich denke für manche ist das hilfreich zu wissen 😀
Serviert wurden jeweils 6-8 Gerichte pro Mahlzeit, allerdings lediglich ein Teller pro 4-er Tisch, den man dann unter sich aufteilte, aber durch die Vielzahl der Gerichte sollte eigentlich für fast jeden etwas dabei sein und die meisten dürften auch satt werden.


Das Wetter war eher neblig und vergleichsweise kühl (20-23°C), aber gerade dadurch kam die mystische Atmosphäre der Halong-Bucht noch mehr zur Geltung, da die Felsen mit größer werdendem Abstand im Nebel versanken. Vielleicht war das sogar das bessere Wetter im Vergleich zu strahlendem Sonnenschein.


Am Nachmittag fuhren wir dann an den beeindruckenden Felsen (1939 insgesamt), für die die Halong-Bucht so berühmt ist, vorbei bis zu einer riesigen Tropfsteinhöhle, genannt „Surprising Cave“. Sehr beeindruckend das Ganze, wenn auch die Höhle von sehr vielen (oder allen?!) anderen Schiffen angesteuert wird und teilweise in der Höhle ein gewisses Viehtrieb-Feeling aufkommt.

Allgemein hat mich die extreme Anzahl an Schiffen überrascht, die in der Bucht herumschippern. Weniger wäre sicher besser, ich hatte aber nicht den Eindruck, dass das den Ausflug jetzt merklich beeinträchtigt hätte.


Nach der Surprising Cave wurde noch ein Strand angesteuert, wo man baden oder den dahinterliegenden Berg besteigen konnte.
Da das Wasser nicht sonderlich ansprechend war und es auch nicht gerade 30°C hatte, habe ich mich für den Berg entschieden. Eine gute Entscheidung, denn auch wenn der Aufstieg nicht ganz harmlos ist, so war der Ausblick von oben doch sehr cool. Nach einer knappen Stunde ging es per Tenderboot wieder zurück aufs Schiff und kurz darauf wurde das Abendessen im gleichen, bekannten Stil serviert.
Der zweite Tag begann früh um 6:30 mit Tai Chi auf dem Sonnendeck des Schiffs. Wie ich mir habe sagen lassen, waren um die Uhrzeit allerdings gerade mal 3 Personen da 😀
Ab 7 Uhr wurde dann gefrühstückt und ab 8 wieder per Tenderboot zu einem floating Village gefahren, das man dann eigenständig per Kayak erkunden konnte. Die Leute, die hier wohnen, sind hauptsächlich Fischer und wie uns Tan, der Tourguide, erzählt hat, gibt es Bestrebungen seitens der Regierung, diese floating Villages aufzulösen, da sie nicht unwesentlich für die Wasserverschmutzung in der Bucht verantwortlich sind. Angeblich wurde ihnen zur Auflage gemacht, ihre schwimmenden Häuser innerhalb der nächsten 2 Jahre aufzugeben und sich Wohnraum auf dem Festland zu suchen.

Mit einer Kochlektion, wie man vietnamesische Frühlingsrollen herstellt und dem darauf folgenden Mittagessen neigte sich die 2-tägige „Minikreuzfahrt“ in der Halong Bay dem Ende zu und nach einer erneuten abenteuerlichen 4-stündigen Minibusfahrt kamen wir wieder in unserem Hotel an. Alles in allem ein tolles Erlebnis, denn die Felsformationen in der Bucht sind etwas ganz Besonderes und auch Einzigartiges und daher allein wegen der Atmosphäre die $120 definitiv wert.

 

 

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