Coming home for Christmas…

… 11000 Kilometer lagen zwischen Singapur und der Schweiz bzw. Niederbayern. Und als der Gedanke Ende November zum ersten Mal aufkam, war ich zunächst gar nicht begeistert. Ich liebe ja die Abwechslung und das Neue, da klang Weihnachten auf Bali, sowie Silvester in Sydney für mich viel attraktiver, als das gewöhnliche Weihnachtsfest in der Kälte.
Allerdings war es ein seltsames Gefühl, das sich ab Malaysia immer mehr verstärkte.
Wie in früheren Einträgen beschrieben, war es schon teilweise absurd, wie man die Weihnachtszeit bei 30 Grad in anderen Ländern feierte und auch wenn es einmal interessant zu sehen war, so war es doch nicht das Gleiche.

In der Winterjacke eingemummelt mit vielen anderen Menschen am Konstanzer Weihnachtsmarkt zu stehen, Glühwein zu trinken und einen „Oxenfetzen“ (Spezialität des Hotel Hirschen, bestehend aus einem Ciabatta-ähnlichen Brötchen, gefüllt mit Rindfleisch“fetzen“, die in einer großen Pfanne mit Zwiebeln und Gewürzen angebraten werden und abgerundet mit einem Stück Kräuterbutter on Top) zu verspeisen, gefolgt von einem Bananen-Nutella-Crepe, hat halt schon so seinen ganz besonderen Reiz. Nicht nur kulinarisch.

Und ob man’s glaubt oder nicht, wenn man seit Wochen nur noch permanent am Schwitzen ist, sobald man die klimatisierten Räume verlässt, freut man sich auch über das sonst so gescholtene „Sauwetter“ von nur 5 Grad und Nebel, das uns am Frankfurter Flughafen empfing.

Hauptgrund aber war für uns, dass uns nach knapp 3 Monaten exzessivem Sightseeing, die wirklich unglaublich toll und interessant waren, eine Pause ganz gut tat. Zu wenig blieb in unseren Köpfen noch hängen und zu wenig konnte man aufnehmen und genießen. Und an so tollen Orten wie Singapur zu sein, nur um Sie auf der Liste abhaken zu können, ist dann doch etwas schade und nicht ganz der Sinn einer solchen Reise.
Dass Weihnachten ein Fest ist, das man im Kreis der Engsten feiert und überall auf der Welt die Unterkünfte zu diesem Zeitraum gut und gerne das dreifache kosten, war dann noch ein weiterer Punkt.
Außerdem freuten wir uns tierisch auf die Gesichter, als wir unangemeldet vor der Haustür standen. 😀

Wir bekamen also dank Einegutezeit.com :-) für den 17. Dezember noch einen relativ günstigen Flug mit der erstklassigen Airline Etihad von Singapur nach Frankfurt mit kurzem Zwischenstop in Abu Dhabi, wo wir gegen 6:15 Uhr Ortszeit landeten.

Dort fuhren wir mit der S-Bahn erstmal zum Ostbahnhof um in der Nähe unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Der Stress der Vorweihnachtszeit (oder der Unmut noch arbeiten zu müssen – wir wissen es nicht so genau) stand den Leuten um 7 Uhr ins Gesicht geschrieben. Nun sind wir ja eigentlich eher die Morgenmuffel, aber wir waren wirklich die einzigen, die sich gut gelaunt in der S-Bahn unterhielten. Ansonsten Totenstille.

Da wir ja keine Winterjacke dabei hatten, fühlten sich die vergleichsweise milden 5°C in Frankfurt für uns wie -15°C an und umso mehr freuten wir uns, dass wir einen Mietwagen mit Sitz- UND Lenkradheizung bekamen!

Die nächsten Stunden bis wir ins Hotel einchecken konnten, verbrachten wir dann auf einem echten Weihnachtsmarkt, bei echtem Scheißwetter, mit echtem Glühwein und allerlei anderen Fressalien. Das war wirklich ein gutes Gefühl im Vergleich zu den so künstlich anmutenden Weihnachtsdekorationen in Asien.
Vom langen Nachtflug (2 x ca. 7 Stunden) geschlaucht checkten wir dann gegen 13 Uhr ins Hotel Ramada Frankfurt-Messe ein und brauchten erst mal einen kleinen Powernap, da man in der Economy, trotz Ohrstöpsel und Augenmaske nun wirklich nicht so gut schlafen kann 😀
Gegen Spätnachmittag machten wir uns dann nochmal auf in Richtung Frankfurter Weihnachtsmarkt, um einen Happen zu essen und dann schon gegen 18:00 Uhr (Jetlag sei Dank) schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen, oder besser gesagt mitten in der Nacht, wachten wir um 3:45 Uhr auf und starteten dann Richtung Schweiz.
Die nächsten Tage verbrachten wir in der Schweiz, Konstanz, Deggendorf und wieder in der Schweiz, wo wir jeweils unsere Freunde, Familie und Bekannten besuchten und auch dem ein oder anderen Lieblingsrestaurant (siehe Fotos 😀 ) einen lang vermissten Besuch abstatteten und uns sogar noch einen Weihnachtsbaum zulegten 😉

Ins neue Jahr starteten wir mit ca. 200’000 Anderen mit einem grandiosen Feuerwerk auf der Zürcher Quaibrücke.

Nach drei Wochen Winterexkursion sind wir aber wieder froh am 8. Januar ins warme Singapur zurückzukehren. Eine tolle Übernachtung wartet auf uns, mehr dazu im nächsten Eintrag :-)

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