Kategorie-Archiv: USA

Waikiki Beach

Aloha and Welcome to the United States!

Schon komisch, da landet man mitten im Pazifik auf einer kleinen Insel und befindet sich plötzlich auf US-amerikanischem Hoheitsgebiet. Wenn man es nicht besser wüsste, läge aber auch die Vermutung nahe, sich noch in Japan zu befinden. Teilweise waren 80% der Leute, die wir sahen, japanische und koreanische Touristen, die für Asiaten üblich, dann immer in Massen auftraten 😀

In Japan sahen wir kaum nicht-asiatische Touristen und kaum jemand war in der Lage oder willens Englisch zu sprechen. Hawaii dagegen war voll von asiatischen Touristen, die hier den mit Abstand größten Teil ausmachen. Die allermeisten Schilder waren mehrsprachig angeschrieben (Englisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch) und selbst manche Reisebusse waren in japanischer Schrift angeschrieben.

Traumhaft angenehme 27 Grad empfingen uns am Honolulu Airport und bei der Autovermietung habe ich sogleich noch $27 USD pro Tag für ein Upgrade auf ein Ford Mustang Cabrio investiert, um das Wetter bestmöglich auskosten zu können. Koffer verstaut, Dach runter und erst mal dem Freeway H1 in östlicher Richtung folgend nach Honolulu.

Auf dem Weg zum Waikiki Beach, wo unser erstes Hotel lag, kamen wir an riesigen Hotelkomplexen und anderen Hochhäusern vorbei.
Hätten wir in diesem Ausmaß so gar nicht erwartet, wenn man bedenkt, dass man sich auf einer relativ kleinen Insel befindet.
Da wir noch nicht auf das Zimmer konnten (mehr zum Hotel in meiner Tripadvisor Bewertung hier…), machten wir es uns zunächst am Strand gemütlich und versuchten uns etwas zu erholen, denn die Nacht im Flieger war natürlich mal wieder sehr kurz.
Unter Palmen liegend, mit dem Strand vor und den grünen Bergen hinter/neben uns, kam schon das richtige Hawaii-Feeling auf.

Nach dem Einchecken starteten wir mit dem Cabrio dann an einen etwas weiter oben gelegenen Strandabschnitt, der mehr Platz bot und von dem aus man einen tollen Blick auf die Skyline von Honolulu, sowie auf den Diamond Head hatte.
Immer noch erschöpft von der kurzen Nacht gingen wir früh ins Bett und starteten am nächsten Morgen zur North Shore der Insel, der mit der Waimea Bay insbesondere dafür bekannt ist, dass hier extrem hohe Wellen ankommen, an denen sich die zahlreichen Surfer für die Hawaii so bekannt ist, versuchen.
Am Turtle Bay Resort, einer riesigen Hotellandschaft mit allerlei Freizeitmöglichkeiten angekommen, wurde das Wetter allmählich schlechter, sodass für den Strand nicht mehr viel Motivation bestand und wir die Wellen lieber aus dem Zimmer mit Meerblick betrachteten.

Zum Abendessen gingen wir zum Kahuku Grill, einem kleinen Restaurant/Imbiss an der North Shore, der für gute Burger und seine bekannten Coconut-Macadamia Nut Shrimps berühmt ist und auf Tripadvisor sehr gute Bewertungen erhält.
Die Shrimps waren wirklich sensationell und wenn man mal in der Nähe ist, kann ich das nur empfehlen. Für $13 USD inklusive einem lecker gewürzten Reis und kleinem Salat eher preiswert und genug um satt zu werden.

Abends haben wir dann wegen den schlechten Wetteraussichten beschlossen, dass es keinen Sinn macht, 200€ pro Nacht für das Hotelzimmer zu bezahlen, wenn man es dann wegen der Regenzeit nicht verlassen kann und es noch weniger Sinn macht auch noch auf eine andere Insel zu fliegen, was wir eigentlich geplant hatten (Kauai und Maui). So buchten wir unseren Flug mit Alaska Airlines nach San Jose, Kalifornien für den 15. Februar und verbrachten den letzten, ebenfalls bedeckten und teilweise regnerischen Tag nochmal in Honolulu.
Beim Hotel (Hilton Waikiki Beach) gab es diesmal wenigstens nichts zu meckern.
Wir hatten die günstige Stadtsichtvariante der Zimmer gewählt und trotzdem ein tolles Zimmer mit Meerblick bekommen.

Etwas schockierend fanden wir zudem die extreme Anzahl an Obdachlosen in der Hauptstadt, die ihr Hab und Gut in Einkaufswagen durch die Straßen schoben oder irgendwo in notdürftigen Zelten wild campierten. Sowas brachten wir eigentlich nicht mit dem Urlaubsparadies Hawaii in Verbindung.

Aber auch wenn Hawaii ziemlich genau am anderen Ende der Welt liegt, hat es uns sehr gut gefallen und wir haben beschlossen, hierher irgendwann zurück zu kommen und die Erkundung der anderen Inseln auf diesen Zeitpunkt zu verschieben. Und dann am besten außerhalb der Regenzeit. 😉