Kategorie-Archiv: Oman

Oman Tag 2: Maskat und mehr

Heute Vormittag sind wir, nach einer erholsamen Nacht, gegen 10 Uhr aufgebrochen um die Große Sultan Qabus Moschee in Maskat zu besichtigen, da diese nur von 8 – 11 Uhr für Besucher zugänglich ist. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk mit jeder Menge Marmor und für mich noch etwas pompöser als die Blaue Moschee in Istanbul.

Besonders den Kronleuchter fanden wir extrem beeindruckend. Würde sich auch gut in unserer Wohnung machen 😛

Ich wollte mir dann in einem der zahlreichen nahegelegenen „Coffee Shops“ einen Kaffee zum Frühstück holen, was leider daran scheiterte, dass mich der Inder etwas entgeistert anschaute und meinte „We have no coffee, only tea“. So gab es tatsächlich mehrere Coffee Shops mit Lipton Werbung und allen möglichen Fressalien auf der Leuchttafel, aber keinen Kaffee. 😀 Supermärkte heißen hier „Sale of Foodstuff“. Mir scheint, manchmal funktionierte die Transkription vom Arabischen ins Lateinische nicht so ganz perfekt 😀

Danach fanden wir mittels Tripadvisor ein gutes türkisches Restaurant, ganz in unserer Nähe, wo wir von Fischen in Aquarien umgeben lecker zu Mittag aßen. Seltsamerweise fanden wir Restaurants aller möglichen Spezialitäten, z. B. aus Italien, Indien, der Türkei, Iran, Asien, etc. nur nicht aus dem Oman. Typisch omanische Küche kann ich also nicht beurteilen 😛

Nach der Stärkung fuhren wir in östlicher Richtung an Maskat vorbei an der Küste entlang und sahen wirklich malerische Küsten und Strände. Besonders schön waren solche Details wie die künstlerisch geschnittenen Sträucher am Rande der Hauptstraße. Den Rückweg nach Maskat traten wir auf einer Straße an, die etwas weiter im Landesinneren lag und nicht so stark befahren war. Aber auch hier überraschten mitten in der kargen Felswüste mit überdimensional großen Wunderlampen-Brunnen geschmückte Kreisverkehre und penibel gepflegte Grünflächen.

Man merkt, dass es den Leuten hier (dank des reichen Ölvorkommens) gut geht. Die Omanis sind durchwegs sehr freundlich und dies ohne, wie wir beispielsweise in Jordanien den Eindruck hatten, meistens den eigenen monetären Vorteil im Hinterkopf zu haben.

Wieder in Maskat angekommen, besuchten wir noch den Muttrah Souk, der sich gegen 17 Uhr dann langsam zu füllen begann. Mangels Platz im Koffer verwehrten wir aber den mit Kaschmir und allerlei anderen Souvenirs buhlenden Händlern ein Geschäft und verschwanden nach kurzer Zeit noch für einen Snack in die Muscat Grand Mall, wo es lustigerweise auch einen Vergügungspark, genannt Happy Land, gibt. Zwar mehr für Kinder, aber trotzdem lustig. An der Küste entlang entdeckten wir im Stau stehend noch die Flaniermeile der Omanis, die A’Shati Street, wo auch nach Sonnenuntergang noch viele Menschen am Strand waren und in beide Richtungen die Autos hin- und her fuhren.

An der Tankstelle stellten wir dann fest, dass unser günstiges Upgrade von Europcar, der Nissan Pathfinder, ganz schön durstig war. Wir tankten 68 Liter Benzin und waren in den zwei Tagen 468 km gefahren, was einem Spritverbrauch von 14,53 Liter entspricht. Allerdings macht dies bei einem Literpreis von 0,11 OMR (0,21 EUR) auch nicht wirklich was. Wir haben also für 14 Euro voll getankt :-)

In einer knappen Stunde können wir unseren Flug nach Colombo boarden und landen dort morgen früh um 5:05 Uhr. Ich hoffe, dass VoIP Telefonie dort wieder verfügbar ist, denn in Dubai (keine ausgehenden Telefonate möglich) und im Oman (komplett geblockt) war das nicht möglich.

Oman Tag 1: Wadi Shab

Obwohl wir bereits um 4:00 Uhr aufstanden sind, hatten wir es nur relativ knapp geschafft an Bord unseres Fluges mit Flydubai von Dubai nach Maskat zu kommen. Erst gestaltete sich die Rückgabe des Payless Mietwagens schon als relativ schwierig, da auf den Unterlagen stand man solle den Wagen an Terminal 1 zurückgeben. Dort gab es aber keinen Payless Mitarbeiter. Als dieser nach einer halben Stunde ankam meinte er, wenn wir eh von Terminal 2 (Flydubai) fliegen, sollen wir den Mietwagen dort zurückgeben.
Einmal um den kompletten Flughafen herum inklusive zwei mal falsch fahren wegen den dämlichen Mittelstreifen und U-Turns in Dubai kostete dann so viel Zeit, dass wir nur noch 15 Minuten Zeit hatten, um den Mietwagen ab- und das Gepäck aufzugeben. An Terminal 2 angekommen gab es weder Rental Car Return Parkplätze noch irgendetwas was auf Payless hinwies. Nach mehrmaliger Nachfrage fanden wir heraus, dass wir den Wagen bei Arrivals abzugeben hätten. Dafür blieb nun wirklich keine Zeit mehr. Wir parkten illegal vor dem Eingang und gaben erst mal unsere Koffer auf. Danach wurden wir auf dem Weg zu den Arrivals auch noch geblitzt und konnten das blöde Ding letztendlich doch noch abgeben. So ein Stress mitten in der Nacht!

Irgendwann saßen wir dann doch im Flugzeug und landeten nur 45 Minuten später im 27 Grad warmen (um 8:15 Uhr morgens) Maskat, Oman. Nach einer kurzen Stärkung bei Costa Coffee holten wir unseren Europcar Mietwagen ab. Wie immer haben wir die günstigste Kategorie gebucht. Im Oman mit rund 30 EUR am Tag nicht ganz so günstig wie in Dubai aber noch ok. Die positive Überraschung war aber dann, dass kein Economy-Fahrzeug mehr vorhanden war und so bekamen wir einen Nissan Pathfinder zum gleichen Preis – guter Deal 😀

Lustigerweise trafen wir am Europcar-Schalter einen Bekannten von uns wieder, den wir in Tel Aviv und Dubai schon getroffen hatten. Wir nahmen ihn dann ein paar Meter Richtung Maskat mit, von wo aus er wieder mit dem Bus Richtung Dubai starten wollte. Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernten, desto besser wurde es mit dem Verkehr. Die letzten 150 Kilometer waren wir fast allein auf der Autobahn unterwegs. Rasen war aber dennoch nicht möglich, da maximal alle 5 Kilometer ein fester Blitzkasten stand. 😀

Am Wadi Shab angekommen, parkten wir das Auto auf dem Parkplatz unter der Autobahnbrücke und setzten dann erst einmal mit dem Boot auf die andere Uferseite über. Von dort wanderten wir flussaufwärts in zunächst einfachem Terrain bis wir später dann fast schon Bergsteigen mussten. Der Tipp mit dem festen Schuhwerk war wirklich gold wert. An steilen Felsvorsprüngen vorbei kamen wir bald am ersten Pool an, wo auch schon Leute in dem glasklaren Wasser am Schwimmen waren. Wir gingen aber zunächst noch weiter bis zum zweiten Pool, bevor wir uns unsere wohl verdiente Abkühlung gönnten.

Während wir also im Wasser standen bemerkte ich plötzlich ein komisches Zwicken an meinen Füßen. In den Pools waren Fische, wie man sie sonst aus den bekannten „Fish-Spas“ kennt, wo einem eine bestimmte Art von Fisch die Hornhaut von den Füßen frisst. Wir bekamen diese Behandlung also völlig gratis 😀

Etwas später, nach dem Ende der Behandlung :D, gingen wir zum letzten Pool, der durch eine enge Felsspalte in eine Höhle mit Wasserfall mündet. Dort trafen wir noch zwei Franzosen, die in Mumbai, Indien leben (seit 6 Monate und 8 Jahren!), schossen einige Fotos mit der Kamera und traten dann wieder den Rückweg an.

Nach etwas über 2 Stunden kamen wir dann wieder in Maskat im Hotel an und müssen jetzt erst einmal Schlaf nachholen. Morgen geht es dann in Maskat weiter mit Sightseeing :-)