Opera House

Australien Teil 2: Brisbane & Sydney

Nach unserem einwöchigen Abstecher nach Neuseeland flogen wir mit Air New Zealand von Auckland zurück nach Australien.
Wir landeten in Brisbane am Mittwoch 29. Januar 2014 gegen 10 Uhr vormittags und holten zunächst wieder unseren
Mietwagen ab, was in Australien wirklich die beste und günstigste Möglichkeit ist, voran zu kommen. Brisbane zeigte sich uns als eine sehr schöne Stadt mit einer interessanten Mischung aus tollen alten und neuen Gebäuden sowie einer beeindruckenden Skyline.

So verbrachten wir den ersten Tag damit, die Stadt zu erkunden und fuhren am nächsten Tag nach Bribie Island, wo wir einen schönen weißen Sandstrand erwarteten. Wir haben uns bewusst gegen den bekannten Whitehaven Beach entschieden, da einige Punkte dagegen sprachen.
Zum einen liegt der Strand sehr bescheiden: Wir hätten entweder 1000 km (pro Strecke) mit dem Auto fahren oder einen weiteren Flug buchen müssen. Zudem kann man den Strand nur als geführte Tour besuchen und zu guter letzt häuften sich die Berichte im Internet, wonach man den Strand derzeit wohl eher schlecht besuchen kann, ohne von Sandfliegen zerstochen zu werden.
Zudem muss man im Wasser eine Art Taucheranzug tragen, um gegen Quallen geschützt zu sein, die wohl derzeit dort herumschwirren. Und noch dazu ist der Strand häufig auch von Touristen so überschwemmt, so dass ein gewünschtes „einsamer Sandstrand-Foto“ wohl ebenfalls schwierig zu realisieren gewesen wäre.
So viel besser konnte Whitehaven Beach also gar nicht sein, als dass es das alles wert gewesen wäre, liegt Bribie Island ja praktisch vor der Tür.
Und wir wurden nicht enttäuscht. Auf Bribie Island fanden wir kilometerlangen, weißen Sandstrand und nur höchst selten sahen wir andere Personen dort. Von Brisbane aus ist das also ein definitiv empfehlenswerter Tagesausflug.

Abends gönnten wir uns dann mal wieder lecker „italienisches“ Essen einer deutschen Restaurantkette, die wir in Australien nicht erwartet hätten. In Brisbane gibt es nämlich einen Vapiano. Ausklingen ließen wir den Abend bei einem Drink in der schönen Queen Street – Brisbanes Fußgängerzone – die von unserem Hotel nur 5 Minuten Spaziergang entfernt war.

Die nächste Stadt, die auf uns wartete, war dann im Anschluss schon Sydney. Hier merkten wir wirklich, dass wir uns in einer Metropole befanden. Positiv wie negativ. Die Dichte an schönen Autos nahm schlagartig zu, leider aber auch der Verkehr. Da wir in Sydney ebenfalls wieder mit einem Mietwagen unterwegs waren, verging kaum ein Tag, an dem wir nicht im Stau standen.

Als allererstes steuerten wir natürlich Sydneys Wahrzeichen und wohl bekanntestes Fotoobjekt an, das Sydney Opera House, direkt
am Hafen, bei der ebenfalls beeindruckenden Harbour Bridge, die man, wie ein Bergsteiger angeseilt, auch von oben besichtigen kann.

Sydney wartete mit einer noch beeindruckenderen Skyline auf und gerade das Hafenareal mit dem sich anschließenden malerischen Stadtteil The Rocks und dem Darling Harbour ist wirklich toll. Wir haben dort mehrere Abende verbracht, einfach das Geschehen zu beobachten und durch die Straßen zu schlendern.

Lustigerweise sahen wir in Sydney jede Menge „Nürnberger“ herumfahren. Da Sydney im Bundesstaat New South Wales liegt, gab es hier ebenfalls wieder die schon aus Melbourne bekannten Kennzeichen im EU/Deutschland-Style, nur halt diesmal statt V für Victoria mit N für New South Wales als ersten Buchstaben. Bevorzugt wieder auf deutschen Automarken gesehen.

Für den nächsten Tag planten wir eine Wanderung vom Bondi Beach zum Coogee Beach, wo der Weg an der malerischen Steinküste mit immer wieder tollen Stränden entlang führt. Wir starteten beim Bondi Beach, machten aber nicht den ganzen (für 4 Stunden kalkulierten) Weg, sondern drehten bei 30°C in der Mittagssonne nach etwa der Hälfte wieder um. Trotzdem ein schöner Ausflug.
Leider etwas getrübt durch einen Strafzettel, den ich am Auto hatte. Anfangs nicht ganz nachvollziehbar, was ich denn überhaupt falsch gemacht habe, denn bezahlt hatte ich die stolze Parkgebühr von $8 AUD für 1.5 Stunden, so kam dank Google zum Vorschein, dass man am Straßenrand gefälligst in Fahrtrichtung zu parken habe und ich deswegen das Ticket bekam.
Strafe: 169 AUD (~115 EUR)!!!!!!!

Den Abend verbrachten wir am Darling Harbour, wo seit diesem Tag alles im Zeichen des „Monat der Liebe“ stand. Im Hafen trieben kleine beleuchtete Boote in Herzform herum, es hingen leuchtende Herzen an Land und gegen 21:00 wurde der Liebesmonat mit einem Feuerwerk eingeleitet.

Vom Watsons Bay, einer beliebten Bucht etwa 40 Minuten nordöstlich, hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Sydney und von dort gibt es ebenfalls wieder tolle Spazierwege an der Küste entlang, die wir aber auf Grund der Hitze (>30°C) diesmal nicht in Angriff nahmen.
Stattdessen machten wir uns gegen 19 Uhr auf zur Town Hall, wo die Umzugsparade zum chinesischen Neujahrsfest – dem Jahr des Pferdes – starten sollte. Dort angekommen war es allerdings schon schwierig noch einen Platz zu ergattern, wo man von dem Umzug überhaupt noch etwas erkennen konnte. Kein Wunder bei dem beträchtlichen Anteil an Asiaten, den wir in Sydney vorfanden :-)

Diesen Blogeintrag schreibe ich aktuell aus dem Flugzeug, auf dem 9-stündigen Flug nach Hongkong. Bis kurz vor Abflug hatten wir noch keine Bleibe in Hongkong gefunden, da selbst Hotelzimmer, die so groß waren, dass man den Koffer maximal halb öffnen konnte – und auch nur jeweils einen versteht sich – und ein Badezimmer, wo man beim Duschen schon auf der Kloschüssel sitzen musste, über dem 1.5-fachen Tagesbudget von uns lagen.
Hmm… wir hatten dummerweise den gleichen Fehler, wie bei unserem ersten Dubaiaufenthalt gemacht (Eid – höchstes islamisches Opferfest) und sind zu einem sehr beliebten Feiertag (chinesisches Neujahr) in das jeweilige Land gereist, was die Hotelsuche extrem schwierig gestaltete. Laut booking.com waren für 3.-5. Februar über 85% aller Unterkünfte in Hongkong bereits ausgebucht und der Rest setzte natürlich beliebige Fantasiepreise fest, um solche Nachzügler wie uns noch richtig abzukassieren :-)
In Dubai hatten wir ja das Glück, noch bei der bayerischen Gastgeberin via Airbnb unterzukommen, aber da dieser Versuch nach drei abgelehnten Buchungsversuchen in Hongkong ebenfalls gescheitert war, blieb uns nichts anderes übrig, als das Budget kurzfristig mal auf das Dreifache auszuweiten und eine der letzten verbliebenen, anständigen, Hotelzimmer in Hongkong zu buchen.
Wenn ich schon so viel Geld für eine Unterkunft bezahle, will ich nicht auf dem WC duschen müssen 😀

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