5 Tage relaxen auf Sansibar

Da das Internet auf Sansibar wirklich noch sehr langsam ist, kommen erst jetzt ein paar Fotos und unser Fazit der tollen 5 Tage auf der Insel.
Wir sind am Donnerstag mit einem Propellerflugzeug von Precision Air von Nairobi am Kilimanjaro vorbei nach Sansibar geflogen und entgegen aller Befürchtungen (es gab vereinzelt Berichte im Web zu finden über verlorenes Gepäck mit der Airline) startete unser Flug extrem pünktlich, es gab sogar ein Frühstück an Bord und unser Gepäck kam ebenfalls ohne Verzögerungen am Bestimmungsort an. Auch auf dem Rückflug von Sansibar über Nairobi nach Dubai (ab Nairobi mit Emirates) verlief alles nach Plan. Daumen hoch für Precision Air also.


Mit unserem Mietwagen mit 182’000 sansibarischen Kilometern Laufleistung von Zanzibar Express Car Hire fuhren wir dann auch gleich zu unserer Unterkunft am nordöstlichen Ende der Insel, dem Waikiki Zanzibar Resort. Dort verbrachten wir fünf tolle und entspannte Tage an dem weißen Traumstrand von Pwani Mchangani und genossen leckeres italienisches Essen. Hat schon seine Vorteile, wenn der Gastgeber Italiener ist :-)
Jeden Abend gab es zudem noch einen Themenabend wie African night oder BBQ night und freitags fand die berühmte Cannibal-Party statt, für welche die gesamte Anlage lustig dekoriert wurde. Die Anlage können wir also nur weiterempfehlen.
Etwas schockierend ist allerdings die bittere Armut, die man außerhalb der Hotelanlage zu Gesicht bekommt. So richtig wohl gefühlt habe ich mich als Tourist in solchen Verhältnissen nicht.

Am ersten Tag hatten wir unglaublich starke Gezeiten (da kurz nach Vollmond), wo man kilometerweit ins Meer hinauslaufen konnte und die Knie immer noch nicht nass waren. Ganz cool, aber nichts für Schwimmer 😛
Wir machten dann noch einen kurzen Ausflug zu den Kiwengwa Caves, wo zum Ende der Sklaverei auf Sansibar die Sklaven versteckt wurden. Relativ schwierig zu finden und auch nicht sooooooooo sehenswert, aber allein die Anreise ist schon relativ spannend, da versteckt hinter Feldwegen und Gebüsch.
Auf dem Weg dahin wurden wir von einem Polizisten angehalten, der uns vorwarf, dass Denise nicht angeschnallt gewesen war. Dies war sie tatsächlich nicht, aber das ist auch sonst niemand auf Sansibar, in Tansania oder Kenia. Und wir waren uns auch einig, selbst wenn sie das gewesen wäre, dann hätte der nette Beamte irgendetwas anderes gefunden (Auto zu dreckig? :P) was er uns vorgeworfen hätte.
Zunächst wollte er uns vor Gericht bringen und drohte mit Gefängnis und war so gar nicht begeistert als mich das nicht recht einschüchterte :-)
Irgendwann aber hab ich ihn dann gefragt ob wir die Strafe nicht einfach hier an Ort und Stelle bezahlen können und schon besserte sich die Laune des Beamten um 100% und er bejahte die Frage und meinte es würde 20’000 Schilling kosten. In weiser Voraussicht hatte ich nur 12’000 Schilling einstecken, zeigte ihm diese und meinte das sei alles was ich hätte. Er meinte dann nur, das sei schon in Ordnung so 😀
5,30 EUR für nicht angeschnallt sein war dann doch noch ein vertretbarer Preis 😀
Trotzdem ist diese offensichtliche Korruption nicht gerade toll und bestimmt auch nicht förderlich für das Land und den Tourismus.

Montagabend sind wir dann wieder zum Flughafen zurück gefahren, teilweise über nicht befestigte Wege und ständig mit der Angst im Gepäck, dass der Wagen doch noch irgendwann auseinander fällt und waren am Ende dann schockiert, dass nicht nur das Visum für die Einreise $50 USD kostet, sondern man auch für die Ausreise nochmal eine „Departure Tax“ in Höhe von $48 USD verlangt.
Unser Flug mit Precision Air nach Nairobi und der 2:20 Stunden später startende Anschlussflug mit Emirates zurück nach Dubai verlief wieder problemlos, pünktlich und auch das Gepäck kam an :-)

 

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