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19 Tage zu Hause, ein Fazit

Seit 19 Tagen sind wir nun wieder zu Hause und ich versuche hier mal ein kleines Fazit zusammenzufassen.
Die ersten Tage vergingen logischerweise wie im Flug und wurden von so banalen Sachen wie Lebensmittel-Einkauf ausgefüllt. Sachen, die wir von unterwegs so gar nicht mehr kannten. Klar, kauft man hier und da im Supermarkt einen kleinen Vorrat ein, aber so den kompletten Kühlschrank auffüllen wie zu Hause, ist das unterwegs nun doch nicht.
Wir konnten am Tag unserer Landung glücklicherweise gleich unsere neue Wohnung beziehen, da wir den Mietvertrag schon bei unserem Heimatbesuch zu Weihnachten fixiert hatten und da die Wohnung ohnehin leer stand, konnten wir sie auch ein paar Tage früher beziehen.
In den folgenden Tagen waren wir ausschließlich damit beschäftigt, uns einigermaßen einzurichten, neue Möbel zu kaufen und abzuholen. Wir hatten ja im September letzten Jahres alles verkauft. Auch ein neues Auto musste her und natürlich mussten auch die üblichen behördlichen Sachen, wie die Anmeldung auf der Gemeinde, erledigt werden.
Erst nach über zwei Wochen konnte ich mal einen Blick auf die schiere Menge des Foto- und Videomaterials werfen und musste feststellen, dass ich doch noch etwas länger brauche, um über 17000 Fotos und Videos anständig zu sortieren und vielleicht auch zu einem kleinen Film zusammenzuschneiden.
Einen Vorgeschmack von einigen der schönsten Fotos hab ich hier auf der Facebookseite hochgeladen.

In den 168 Tagen unserer Reise sind wir nicht überfallen, beklaut oder ausgeraubt worden, sind von Unfällen, Flugzeugabstürzen und anderen Katastrophen verschont geblieben und wir waren zudem nie ernsthaft krank, dafür habe ich mir gleich in den ersten Tagen zurück in der Schweiz eine saftige Erkältung eingefangen und nun plagt mich seitdem der Heuschnupfen. Vielleicht hätten wir doch noch etwas länger unterwegs bleiben sollen :-)
Nein, wir sind nach 6 Monaten schon froh wieder ein zu Hause zu haben und das Fernweh ist erst einmal gestillt. Aber irgendwann kommt die nächste Reise bestimmt. Bis dahin genießen wir die Zeit in einer neuen Wohnung und den Frühlingsanfang in der Schweiz.

29 Länder, 45 Flüge und 111’000 zurückgelegte KM innerhalb eines halben Jahres zeugen natürlich von einem enormen Reisetempo. Dies war aber von uns gezielt so gewählt worden, da wir nach einigen Tagen von den meisten Orten genug gesehen hatten und uns gern auf das nächste Ziel freuten. Für die Zukunft sind aber vielleicht eher Reisen geplant, wo man sich in einem kleineren Radius etwas länger aufhält, diese Reisen dann aber auf 1-2 Monate beschränkt.

Wo hat es uns am besten gefallen? Diese Frage kommt natürlich sehr häufig und es ist entsprechend schwierig darauf eine pauschale Antwort zu geben. Wenngleich ich Südostasien und insbesondere Vietnam super interessant und spannend fand, so ist es doch für Westeuropäer die komplette Reizüberflutung (Es blinkt vor allem nachts überall extrem grell, Gerüche von den Garküchen (und was weiß ich noch alles 😀 ) verändern sich alle 10 Meter, und das permanente Gehupe der Verkehrsteilnehmer – vor allem Roller – wird nur noch durch die Bassboxen auf dem Gehweg zur Steigerung der Idylle übertönt). Spannend und interessant muss also nicht gleichzeitig schön bedeuten. Schön würde ich daher eher Gebiete bezeichnen, die einen ähnlichen, gewohnten Entwicklungsstandard besitzen. Besonders meine ich damit Australien und Neuseeland, was uns beiden sehr gut gefallen hat. Zum einen wegen des Entwicklungsstandards, zum anderen wegen der schönen Landschaften und natürlich gab es dort auch keine Sprachbarrieren. Sansibar und die Malediven als Traum-Urlaubsparadiese waren natürlich ebenfalls schön. Jedes Ziel hatte auf seine ganz eigene Art einen Reiz, der es Wert macht es gesehen zu haben.

Und wo hat es uns am wenigsten gefallen? Irgendwie kommt mir da spontan Bali in den Sinn. Viel zu viele Menschen und Touristen auf der kleinen Insel hinterlassen einfach Spuren. Die als Paradies bekannte Insel hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt.

Uns ist bewusst geworden, welches Privileg wir haben, dort leben zu dürfen, wo wir leben. Klar, das Paradies gibt es nirgendwo und alles hat seine Schattenseiten, aber gerade die Bodenseeregion finden wir nach all den Zielen schon wirklich schön.

Sachen die wir auf der Reise unentbehrlich fanden:
– Ohrstöpsel
– iPhone und Laptop
comdirect Visa

Sachen, die wir auf der Reise völlig unnötig rumschleppten:
– Steripen
– Moskitonetz
– Nobite Kleidung

Mein Reisepass, der noch nicht mal ein Jahr alt ist, hat inzwischen schon mehr Stempel als meine bisherigen Reisepässe nach Ablauf derer Gültigkeit 😀