Vogel

Vision of the Seas – Panama, Kolumbien und die NL-Antillen

Zum Abschluss unserer 6-monatigen Weltreise haben wir uns für eine 8-tägige Kreuzfahrt mit Royal Caribbean entschieden. Da wir mit den beiden größeren Schiffen der Kreuzfahrtlinie, Explorer und Liberty of the Seas schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatten, lag es natürlich nahe auch wieder mit RCCL zu cruisen.
Wir flogen mit American Airlines nach Panama und wurden dort von einem Mitarbeiter abgeholt, da der Hafen in Colon einmal auf der gegenüberliegenden Seite am karibischen Meer lag.
So bekamen wir gleichzeitig noch eine Tour quer durch das schöne Panama, sobald wir die staugeplagte Panama-Stadt verlassen hatten.

Colon dagegen war schockierend. Als Beispiel wie schockierend möchte ich hier ein paar Abschnitte der Wikitravel-Seite von Colon zitieren:

Colón is a city in Central Panama. The town is in poor condition and notorious for its high crime rate, but it is worth driving around to look at the culture, people and architecture.

Colon is not the safest place to get around by foot as muggings do happen, even in broad daylight. Best to get around by taxi or private automobile or not come at all.

Walking Tour. You’d have to be insane! It is highly dangerous to walk around Colon.

Colon is a very dangerous city, and rarely on the tourist itinerary due to the risks of becoming the next victim. Walking around is not advisable.

Von den wenigen Einblicken, die wir aus dem Shuttlebus bekamen, war aber schon zu erkennen, dass dieser Wikitravel Eintrag nicht gerade völlig aus der Luft gegriffen war und wir waren froh, dass wir sicher vom Flughafen zum Hafen (und zurück) gebracht wurden.

An Board waren wir erst mal richtig froh, uns um nichts mehr kümmern zu müssen. Keine Recherche nach der nächsten Unterkunft, kein „wo gehen wir heute essen?“ und auch die Landausflüge in Cartagena, Kolumbien sowie den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao) waren sehr schöne Ziele.
Wie kristallklar das Wasser auf Bonaire, der mit Abstand Kleinsten der drei Inseln (17500 Einwohner, im Vergleich dazu haben Aruba und Curacao fast 10 mal so viele), war der absolute Hammer. Kein Wunder, dass die Insel als Diver’s Paradise bezeichnet wird.

Wir haben hier den Landausflug „Bonaire Highlights“ unternommen, wo wir unter andererm an verschiedenen Salzgewinnungsseen (dem wirtschaftlich größten Exportgut auf der Insel) und kleinen Hütten, in denen früher Sklaven wohnten, vorbei kamen.
Wie es der Zufall will und weil die Welt halt doch ein Dorf ist, wurden wir für die Tour am Hafen von einer Deutschen in Empfang genommen, die aus Landau an der Isar (nur 30 km von unserem Heimatort entfernt) stammt und seit 16 Monaten auf Bonaire lebt.
Auf der Tour haben wir zudem noch erfahren, dass man aus den zahlreichen Kakteen auf der Insel auch Schnaps und Likör machen kann 😀 Schmeckte etwas merkwürdig.

Nach 8 tollen Tagen und 4 schönen Landgängen mit tollen Stränden und Städten, sowie mit viel zu viel Essen auf der Vision of the Seas sind wir gestern von Panama nach Miami geflogen, wo wir heute die vorerst letzte Nacht unserer Reise verbrachten. Aktuell sitzen wir am Flughafen von Miami und warten auf unseren Airberlin Flug via Düsseldorf nach Zürich, wo wir morgen Vormittag um 10:00 Uhr Ortszeit landen.
Wir freuen uns :-)

Miami

Roadtrip USA – Teil 3: Mike the Tiger, Mardi Gras und Miami

Nachdem wir ein letztes Mal im Texas Roadhouse zu Abend gegessen hatten, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg Texas zu verlassen in Richtung Louisiana. Da wir wieder einmal die lokalen Feiertage nicht genug recherchiert hatten, wurde uns erst bei der Hotelbuchung klar, dass es irgendeinen Grund dafür geben musste, warum über 90% aller Hotels in und um New Orleans bereits ausgebucht waren.
Es war nämlich Mardi Gras, französisch für fetter Dienstag und die amerikanische Version des Faschings, der besonders ausgiebig in Louisiana und New Orleans gefeiert wird.
Für den ersten Zwischenstop suchten wir uns daher eine Unterkunft, die etwas außerhalb von New Orleans lag und wurden in Baton Rouge fündig.

Die Stadt ist Sitz der Louisiana State University und hat ein recht bekanntes Maskottchen, nach dem auch das lokale Stadion benannt ist.
Mike, der Tiger, hat dort ein großes Gehege, wo er während unseres Besuches stolz auf und ab marschierte, ganz so als ob er vor den Besuchern schaulaufen möchte 😀
Hin und wieder genehmigte er sich, völlig untypisch für eine Katze, ein kurzes Bad in dem Teich im Gehege und spazierte dann weiter den „Tiger Walk“ auf und ab. 😀

Tags darauf kamen wir gegen Mittag im French Quarter von New Orleans an. Das eigentlich schöne Zentrum der Stadt litt ganz offensichtlich schwer
unter dem gerade stattfindendem Faschingsspektakel. Nach kurzer Zeit in dem Chaos beschlossen wir es gut sein zu lassen und uns ins Hotel zu verkriechen, denn wenn man nicht selbst besoffen, bekifft oder anderweitig berauscht ist, findet man wohl schwer Gefallen an dieser Veranstaltung.

Und Fasching ist ohnehin nichts für uns. Allerdings war das alles nicht so einfach, denn als wir das French Quarter wieder verlassen wollten, war wohl gerade eine Prozession mit solchen Gefährten im Gange, wie man sie von anderen Faschingsumzügen oder der Loveparade kennt und der normale Verkehr musste natürlich warten. Gefolgt von dem Verkehrschaos, kamen dann erst noch zahlreiche Reinigungsmaschinen und -personal, die die Schweinerei zum größten Teil wieder aufzuräumen versuchten, bevor der Verkehr wieder einigermaßen fließen konnte.

Nach sage und schreibe drei Stunden (für etwas weniger als 10 Kilometer) erreichten wir dann doch noch das Hotel, für das wir ebenfalls einen saftigen 300% Aufschlag zahlen musste, da die Nachfrage natürlich gerade zu diesem Wochenende besonders hoch war.
Lektion gelernt, nächstes Mal besser informieren 😀
Dafür waren wir früh im Bett und konnten am nächsten Morgen früh starten, was auch notwendig war, denn es stand uns eine lange Etappe durch 4 Bundesstaaten bevor (Louisiana, Mississippi, Alabama, Florida).

In Florida empfing uns dem „Sunshine State“ entsprechend sehr gutes Wetter und wir besuchten die schönen Strände auf Pine Island und Anna Maria Island bevor wir uns an die letzte Etappe nach Miami machten.
Zum ersten Mal habe ich hier Alligator gegessen. In einer Teigtasche mit einem leckeren Dip war das schon lecker, etwas fischig, aber unbedingt nochmal müsste ich es nicht haben. Florida und Miami war wieder toll, obwohl wir erst vor einem Jahr hier waren, gefiel uns die kurze Zeit hier mit am besten von unserem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.
Heute morgen gaben wir den Mietwagen nach ca. 5900 km ab und inklusive den 1000 km vom ersten Mietwagen, den wir von San Jose bis Los Angeles hatten, haben von der West- zur Ostküste damit in knapp drei Wochen fast 7000 km zurückgelegt. Stolze Leistung würd ich sagen 😀
Damit haben wir aber nun aber fürs Erste auch genug vom Autofahren. Geflogen sind wir vor den USA auch genug, was bleibt also übrig?
Richtig, ein Schiff :-)
Mehr dazu im nächsten Update!

Und sorry, Fotos werden nachgereicht! Dieser Blogeintrag wurde nämlich auf dem Schiff hochgeladen und hier ist’s etwas schwierig (und teuer) mit
schnellem Internet 😉

Edit: Fotos sind jetzt da :-)