Singapore Skyline

Stadtstaat Singapur

Auf Singapur haben wir uns besonders gefreut, immerhin war das 2008 nach Las Vegas mein erstes wirkliches Langstreckenziel und dementsprechend begeistert waren wir von der Stadt, die – völlig untypisch für Asien – sehr sauber ist und wo alles sehr geregelt abläuft.
Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen und wie das meistens so ist, wenn man zu hohe Erwartungen hat, dann werden die nicht immer zur Gänze erfüllt.
Natürlich ist die Stadt immer noch toll, aber im direkten Vergleich mit Dubai beispielsweise kam uns die Stadt in vielerlei Hinsicht fast etwas langweilig vor. Auch die Strände (und das Wasser) auf Sentosa Island hatten wir schöner in Erinnerung. Nicht verändert hat sich dagegen das Preisgefüge. Es ist weiterhin alles sehr teuer hier.
Für einen Burger und ein Sandwich mit jeweils einem kleinen Beilagensalat und zwei Getränken haben wir im Hard Rock Cafe S$72.95 (~42.95 EUR) bezahlt.
Original Emmi Joghurt aus der Schweiz war dagegen mit 0.57€ ein Schnäppchen 😀

An den Temperaturen hätten wir es nicht gemerkt, aber die Beleuchtung der Orchard Road und viele Dekorationen und Weihnachtsbäume in den Einkaufszentren ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir uns in der Adventszeit befinden.

Für uns trotzdem etwas komisch, irgendwie gehört kaltes Wetter und „Winter“ wohl zu Weihnachten dazu, denn so richtiges Weihnachtsgefühl will bei den warmen Temperaturen irgendwie nicht aufkommen.
Es waren auch viele Autos mit einer roten Rudolf-Nase und Elchgeweihen am Auto (ähnlich befestigt wie die Länderfahnen zur Fußball-WM) unterwegs, sehr lustig 😀

In Singapur haben wir endlich auch mal wieder ein paar schöne Autos gesehen, darunter vor allem viele Maseratis. :)

Vom Singapore Flyer aus haben wir die Aussicht über die Stadt, Marina und den Hafen genossen und abends waren wir beim Clarke Quay, wo sich jede Menge Bars, Restaurants und Discos befinden.

Bangla Road

Was heißt Phuket eigentlich auf russisch?

Diese Frage ist durchaus legitim, wenn man sich die Horden russischer Pauschaltouristen ansieht, die hier ihren Urlaub verbringen. Schleierhaft ist mir trotzdem wer Mitte Dezember in Russland alles Urlaub hat, aber wenn es sogar Stripclubs in der Bangla Road mit ausschließlich russischen Tänzerinnen gibt, dann müssen das doch Einige sein. Dazu kommen unzählige in kyrillischer Schrift beschriftete Minivans, Werbeplakate, Hotelinfos und ganz offensichtlich ist es auch nicht sehr schwierig sie am Strand oder im Nachtleben zu erkennen.

Aber von vorne.
Wir sind am Montag nach einem guten Malaysia Air Flug in Phuket gelandet und haben gleich mal unseren Mietwagen von Thai Rent a Car in Empfang genommen. Ein roter „Mirage“ (nein, nicht der von Gemballa) mit etwas über 30000 km und noch ganz gut in Schuss. Im Nachhinein war das wirklich eine gute Idee, da die Insel doch relativ groß ist.


Ein paar Sehenswürdigkeiten und vor allem die zahlreichen Strände konnten wir dadurch viel leichter erreichen.
Dank eines sensationellen Agoda-Deals kamen wir in der Frutta Boutique, etwas außerhalb von Patong je 2 Nächte für nur 25 und 14 Euro unter. Gratis Kaffee und Bananen a discretion inklusive :-)


Wir verbrachten die Tage an den tollen Stränden von Kata, Karon und Nai Harn mit teilweise riesigen Wellen und die Abende/Nächte stürzten wir uns ins Nachtleben der Bangla Road in Patong.

Für 4.50 EUR gab es eine tolle einstündige Fussmassage und gegessen haben wir ebenfalls für einen vertretbaren Preis, wenn man bedenkt, dass man sich mitten in einer Touristenhochburg befindet.

Der Badespaß war etwas getrübt von einem pieksenden Gefühl am Körper. Etwas verwundert weil wir weder im Wasser, noch am Körper irgendetwas erkennen konnten, haben wir im Hotel danach gegooglet und herausgefunden, dass dies vermutlich nesselnde Bestandteile von Plankton waren. Also gewissermaßen Mini-Quallen. Der Anzahl an Google Ergebnissen nach zu urteilen, ergeht das wohl Vielen so. Etwas unangenehm aber nicht gefährlich.
Trotzdem war der Strand und das Wasser toll und dringend nötig um sich bei 32°C etwas abzukühlen. Sightseeingtechnisch gab es außer dem „Großen Buddha“ und diversen „Viewpoints“ auf der Insel nicht so viel zu sehen, aber deswegen waren wir auch nicht hergekommen. Ein paar Tage ausspannen und abends seicht unterhalten zu werden war schon ganz gut.
Die 5 Tage sind wie im Flug vergangen und jetzt sitzen wir schon wieder am Flughafen und warten auf den Abflug nach…..
SINGAPORE!!!! :) :)

 

Petronas Towers

Megametropole Kuala Lumpur und die Cameron Highlands

Wir kamen am Mittwochabend nach einem knapp zweistündigen Flug mit Airasia in der Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur an. Die als Bundesterritorium verwaltete Stadt ist Malaysias administratives, kulturelles und ökonomisches Zentrum und Mittelpunkt der größten Metropolregion des Landes. Von den meisten Bewohnern wird sie einfach „KL“ genannt. In der pulsierenden Millionenmetropole sind die verschiedensten Kulturen und Religionen vertreten, man sieht Minarette der Moscheen, christliche Kirchtürme, chinesische Pagoden und indische Tempel in der gesamten Stadt.
In der gesamten Metropolregion wohnen über 8 Millionen Menschen und es gibt sogar ein Bavarian Bierhaus, wo man angeblich bayerische Küche (und natürlich Bier) haben kann – wir haben’s allerdings nicht getestet.

Obwohl sich in Malaysia überwiegend Moslems befinden, war hier während der Vorweihnachtszeit überall Weihnachtsdekoration aufgebaut, insbesondere in den Shoppingmalls. Teilweise wurden sogar Weihnachtslieder als Livemusik vorgetragen und dazu tanzten leicht bekleidete Asiatinnen in so gar nicht prüden Outfits. Das alles in einem muslimischen Land hat, von den unweihnachtlichen Temperaturen mal ganz abgesehen, schon einen etwas absurd komischen Beigeschmack.

Für den nächsten Abend haben wir uns dann Tickets für die Aussichtsplattform in den Petronas Twin Towers um 19 Uhr gesichert um den Ausblick sowohl bei Dämmerung als auch bei Nacht zu haben. Wirklich, coole Aussicht von den beleuchteten Türmen aus und ich steh halt auf so Aussichtsplattformen 😀

Nach den ersten zwei Nächten wollten wir im Frasers Place um weitere zwei Nächte verlängern, da uns die Suite mit zusätzlichem Schlafzimmer wirklich gut gefallen hat, zudem gab es einen coolen Infinity-Pool im 18. Stock und ein Fitnessstudio, sowie Sauna und Dampfbad. An der Rezeption dann wollte die Dame für das gleiche Zimmer auf einmal 1014 MYR, obwohl es auf Booking.com nur 837 MYR kosten würde und sie dann sogar noch 15% Kommission abgeben müssten.
Walk-in Customers werden als viel schlechter behandelt als Onlinekunden. Soviel dazu. Wir haben uns dann stattdessen ein neues Hotel gesucht, das ebenfalls eine gute Wahl war und so haben wir auch einen anderen Stadtteil von KL noch besser kennengelernt.

Vom neuen Hotel aus haben wir uns dann mit dem Zug auf den Weg zu den Batu Caves gemacht bevor es danach auf die Petronas Twin Towers ging. In der im gegenüber liegenden Trader’s Hotel Sky Bar haben wir den Abend dann bei einem Drink und cooler Aussicht auf die Towers ausklingen lassen.

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen haben fuhren wir mit einem Mietwagen von KL in die ca. 3 Stunden nördlich gelegenen Cameron Highlands, genauer gesagt nach Tanah Rata. Ein etwas verschlafenes Dorf, wo man an sich nicht all zu viel machen kann, allerdings ist die Gegend bekannt für Teeanbau und so gibt es überall riesige Teefelder zu sehen. Zudem sind wir am Nachmittag noch zum Mossy Forest gefahren.
Der etwas schwierig zu findende Mooswald ist sehr beeindruckend. Man läuft auf einem ca. 1 km langen Holzpfad durch den Wald und man könnte meinen auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Das neblige Wetter an diesem Tag hat da sehr gut ins Bild gepasst.


Untergekommen sind wir in Tanah Rata in der Orchid Lodge, einer relativ einfachen, aber sauberen Unterkunft und das Highlight ist zweifelsohne der Besitzer Kassim.
Am Abend hat er zusammen mit den restlichen Gästen (2 Österreicherinnen, 1 Belgier und 1 US-Amerikanerin, die für den Lonely Planet schreibt) sein berühmtes Chicken-Curry gekocht und dabei haben wir so Einiges über ihn erfahren.


Er arbeitet nebenbei noch für ein anderes Guesthouse, ist eigentlich Gärtner, aber Koch, Masseur und Gästehausbetreiber in einem. Und das alles obwohl er weder lesen noch schreiben kann. Meine E-Mails für die Reservierung waren jeweils von einem Gast, der an diesem Tag anwesend war beantwortet worden und während unseres Aufenthalts erledigten die beiden Österreicherinnen diese Aufgabe :-)
Fast unglaublich, dass er bei den Guesthouses in Tanah Rata trotzdem Platz 1 auf Tripadvisor belegt. Man merkt, dass er wirklich mit Fleisch und Blut bei der Sache ist und geschmeckt hat es ebenfalls super lecker :-)

Die paar übrigen Stunden des heutigen Tages haben wir dann nach unserer Rückkehr in KL noch im Lake Gardens-Park verbracht, bevor wir das Mietauto am Flughafen zurückgegeben haben und jetzt auf unseren Abflug warten.